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Libertarismus für Einsteiger

Was ist Libertarismus?
Libertarismus ist die politische Philosophie der Freiheit.
Diese basiert auf 2 simplen Prinzipien:
Dem Nichtaggressionsprinzip, welches besagt, dass niemand das Recht haben sollte Gewalt über andere auszuüben und auf dem Selbsteigentum, welches besagt, dass jeder Mensch alleiniger Eigentümer seines eigenen Körpers ist und somit auch als einziger und uneingeschränkt über sich selbst bestimmen kann.
Wer diese beiden Ansichten und alle logischen Schlussfolgerungen, die sich daraus herleiten lassen verstanden und verinnerlicht hat und diese uneingeschränkt akzeptiert, der darf sich als Libertarist bezeichnen.
Um diese Schlussfolgerungen zu ziehen und zu verstehen, ist meistens nur simples Grundwissen in den Themengebieten Marktwirtschaft, Menschliches Handeln und Psychologie, gepaart mit einem Mindestmaß an logischem Denkvermögen (Intelligenz) notwendig.
Beispiel einer logischen Schlussfolgerung
Aus dem Selbsteigentum (du gehörst nur dir selber), lässt sich Schlussfolgern, dass auch alles, was du selber erschaffst, nur dir gehören kann, vorausgesetzt die Ressourcen, aus denen du etwas erschaffst, gehören auch dir.
Wenn dir also ein Stück Holz und Werkzeug gehört, aus denen du dann mit deiner eigenen Arbeitskraft einen Stuhl baust, dann gehört dieser Stuhl zu 100% dir.
Wenn du diesen Stuhl jetzt freiwillig mit einem anderen Menschen gegen Geld eintauschen solltest, dann gehört der Stuhl anschließend zu 100% dem anderen Menschen und das Geld, welches er dafür gezahlt hat gehört dann zu 100% dir.
Selbstverständlich hast du auch die Möglichkeit deine Arbeitszeit direkt gegen Geld einzutauschen.
Hierzu kannst du zum Beispiel mit einem Unternehmen (Arbeitgeber) aushandeln, wie viel Geld du für wie viele Stunden Arbeitszeit eintauchst und welche Leistungen in dieser Zeit von dir erbracht werden müssen.
Die Details werden dann in einem Arbeitsvertrag geklärt, den beide unterschreiben und somit den Bedingungen freiwillig zustimmen.
Aus den im vorherigem Abschnitt erklärten Schlussfolgerungen des Selbsteigentums, sollte jedem klar sein, dass das Geld, welches dir dein Arbeitgeber für deine Arbeitskraft bezahlt zu 100% dir gehört.
Das Problem mit dem Staat
Der Grund warum Libertaristen ein Problem mit dem Staat haben begründet sich darin, dass der Staat permanent gegen die 2 philosophischen Grundprinzipien Nichtaggressionsprinzip und Selbsteigentum verstößt.
So werden dir von dem Geld, welches wie im oben beschriebenen Beispiel zu 100% dir gehören sollte, über 70% vom Staat weggenommen. Dir bleiben also nur noch 30% von deinem Eigentum.
Dies kann der Staat nur, weil er das Gewaltmonopol hat.
Da du mit Androhung von Gewalt dazu gezwungen wirst, dein Eigentum an den Staat abzugeben, verstößt der Staat zusätzlich gegen das Nichtaggressionsprinzip.

In meinem Beitrag "Warum ich Steuern grundsätzlich ablehne" bin ich darauf noch etwas tiefer eingegangen.
Libertarismus vs. Sozialismus
Der Libertaismus ist ein kompletter Gegenpol zu allen Formen des Sozialismus.
Sozialisten fordern einen totalitären Staat, der allen Bürgern durch starke Besteuerung so viel Geld wegnimmt wie möglich, um es dann für Dinge auszugeben, die nach Meinung der Sozialisten sinnvoll sind.
Dies basiert darauf, dass sich Sozialisten allen anderen Menschen moralisch überlegen fühlen und daher der Meinung sind, dass sie besser entscheiden können wie mit dem Geld anderer Menschen umgegangen wird, als die Menschen die dieses Geld erwirtschaftet haben.
Auch die öffentliche Meinung wird vom Staat diktiert, die Bürger werden überwacht und die Freiheit des einzelnen ist massiv eingeschränkt.
Was dann am Ende dabei rauskommt, haben wir an Fällen wie China unter der Herrschafft von Mao Zedong, der UDSSR oder der DDR gesehen, bzw. können es aktuell in Venezuela beobachten.
Libertaristen hingegen fordern individuelle Freiheit. Eine Gesellschaft, in der jeder Mensch frei und eigenverantwortlich leben kann. Kein Staat sollte das Recht dazu haben die Freiheit und die Rechte des einzelnen Individuums zu beschneiden.
Es gilt gleiches Recht für alle Menschen und Institutionen und es können auch keine Sonderrechte durch Mehrheitsbeschlüsse zu Lasten von Minderheiten vergeben werden.
Jeder Mensch ist sein eigener Herr und kann daher völlig eigenverantwortlich bestimmen was mit seinem erwirtschafteten Geld passiert.

Der Libertarismus ist gegen eine Zentralisierung der Macht.
In sozialistischen Systemen liegt die Macht zentral beim Staat. Am Beispiel der EU können wir sehen, wie auch diese zentralisierten Mächte der einzelnen Nationalstaaten noch weiter zentralisiert werden. Es gibt auch bereits Bestrebungen für einen sozialistischen Weltstaat, bei dem die Macht zentral bei einer Weltregierung liegt.
Der Libertarismus hingegen fordert eine Dezentralisierung der Macht. Und zwar auf das kleinste Individuum: Den einzelnen Menschen.
Rechts oder Links?
Libertaristen sind politisch weder rechts, noch links einzuordnen.
In Deutschland wird "rechts" oft mit Nationalsozialismus in Zusammenhang gebracht und "links" mit Sozialismus oder Marxismus.
Da es sich dabei um totalitäre Systeme handelt, werden diese von Libertaristen grundsätzlich abgelehnt.
Unabhängig vom politischen Spektrum können einzelne Libertäre natürlich trotzdem Ansichten vertreten, die politisch eher links oder eher rechts einzuordnen wären, solange diese Ansichten nicht den libertären Grundsätzen entgegen stehen.
Kritik und kognitive Dissonanz
Der Libertarismus wird so gut wie nie wegen seinen philosophischen Grundsätzen kritisiert.
Die Kritik, die von Staatsbefürwortern kommt, meistens ohne sich auch nur ansatzweise mit dem Libertarismus beschäftigt zu haben, beschränkt sich in fast allen Fällen darauf, dass Libertarismus in der Praxis angeblich nicht funktionieren würde.
Diese Kritiker sind dann meistens der Ansicht, dass ohne einen großen Staat keine Straßen und Schulen mehr gebaut werden würden, es keine Regeln mehr geben würde und die Welt im Chaos versinken würde.
Nichts könnte falscher sein als das.
Aber was soll man auch schon großartig von jemandem erwarten, dem über Jahrzehnte durch staatliche Schulen und (teils staatliche) Medien gebetsmühlenartig eingetrichtert wurde, dass der Staat gut und unverzichtbar ist, Kapitalismus und der Mensch grundsätzlich böse sind und es deshalb einen starken Staat braucht, der diese angeblichen Bedrohungen durch sein Gewaltmonopol stoppt?
Dies ist vor allem aber auch darin begründet, dass die meisten Menschen eher dazu tendieren einer bequemen Lüge zu glauben, als einer unbequemen Wahrheit.
Über dieses psychologische Phänomen (kognitive Dissonanz) werde ich demnächst noch einen gesonderten Artikel schreiben.
Diese Menschen sind letztendlich auch der Hauptgrund dafür, dass wir aktuell in einem Staat leben, der zunehmend immer weiter die individuellen Rechte des einzelnen einschränkt und immer totalitärer wird.
Libertarismus in der Praxis
Es gibt 2 libertäre Modelle: Den Minimalstaat und die Privatrechtsgesellschaft.
Der Minimalstaat ist ein Staat, der nur für die innere und äußere Sicherheit zuständig ist und nicht in die Marktwirtschaft eingreift.
In einer Privatrechtsgesellschaft gibt es gar keinen Staat mehr.
Über beide Modelle werde ich hier noch gesonderte Artikel schreiben.
Leider lassen sich natürlich nicht alle "was wäre wenn"-Fragen und Fallbeispiele in wenigen Sätzen zusammenfassend beantworten.
Aus diesem Grund gibt es ganze Bücher, die sich nur mit solchen Fragen und Fallbeispielen auseinandersetzen.
Ein kürzlich erschienenes Buch, welches sich fast ausschließlich damit befasst, wie eine Privatrechtsgesellschaft in der Praxis funktionieren würde, ist das Buch "Sicher ohne Staat" von Oliver Janich.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der praktische Fragen zur Privatrechtsordnung hat. Es wird nämlich darin genau beschrieben, wie und warum es auch ohne Staat Straßen, Schulen, Sicherheit, Kriminalitätsbekämpfung, neutrale Richter, Naturschutz und alle weiteren Dinge geben würde, die sich Staatsbefürworter ohne Staat nicht vorstellen können.
Wer den Libertarismus in den Theorie komplett verstanden hat, der kann jedoch ohnehin automatisch auch alle Fragen beantworten, die sich in der Praxis stellen würden.
Ich kann hier nur jedem die libertären Grundwerke von Hans-Hermann Hoppe, Ludwig von Mises, Roland Baader oder Murray Rothbard empfehlen.
Replies (27)
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So sieht's aus.
(Was soll man denn da noch kommentieren?)
Ich hänge in Diskussionen mit Leuten immer wieder an ihrer angeblichen Wahrheit fest, dass meine Ideen vieeel zu unrealistisch wären...
Realität ist nicht statisch, sie wird von uns allen erschaffen.
sehe ich genau so 😊
Es gibt leider nur wenige Menschen, die bereit dazu sind ihr eigenes Weltbild in Frage zu stellen oder zu überdenken.
Wie eine Diskussion mit diesem Menschenschlag aussieht, wurde sehr gut in dem Film "They Live" symbolisiert, als der Hauptdarsteller seinen Freund erst nach einem erbitterten Kampf dazu bringen konnte, die Brille aufzusetzen um die Wahrheit zu erkennen.
Als frei denkender Mensch ist man leider in der Minderheit und das wird sich wahrscheinlich auch niemals ändern. Die Frage ist halt wie man damit umgeht und was man daraus macht.
Danke für den tollen Kommentar und die Filmempfehlung! :)
Ja. Vor allem mit deinem letzten Satz habe ich innerlich etwas zu kämpfen.
Ich muss eben auch noch einiges lernen.
Danke für eine sehr informative Zusammenfassung.
Den Artikel kann man ja schon fast auf Flugblatt-Format bringen und austeilen...
Aus diesem Selbstverständnis und dem resultierenden Auftreten hat sich u.A. der nicht so liebevoll gemeinte Begriff des "Gutmenschen" entwickelt.
Da macht's sich die heutige Einheitsgesellschaft wenigstens leicht, damit die kognitiven Dissonanz nicht zu sehr schmerzt:
Libertäre müssen ja rechts sein, weil sie nicht auf "meiner" Seite stehen.
Simplify your brain. :)
Sagt mal, ist das nur meine selektive Wahrnehmung oder wird das deutsche Steemit langsam zur freiheitlichen Hochburg?
In Relation zu anderen Social Media Plattformen könnte man das schon fast so sehen.
Liegt wahrscheinlich größtenteils daran, dass Menschen, die sich auf einer freien und dezentralen Plattform anmelden, auch aufgeschlossener für andere freiheitliche Themen sind.
Der Libertarismus ist gegen die Zentralisierung...So man kann einfach sagen dass "Steemit" ein Libertarist ist.
Super Artikel! Danke!
Ergänzen kann man Libertarismus noch mit etwas Subsidiarität! Auf Basis des Individuums aus Familien, Konzile oder dergleichen bildend, welche wiederum in direkt demokratischen Foren ihren Zusammenschluss finden und so auch überregionale Themen (Probleme sind nur Themen, welche es zu lösen glit) behandeln und auch Welthandel führen können.
https://de.wikipedia.org/wiki/Subsidiarität
Für diesen Artikel verdienst du dir wirklich follow/upvote/resteem!
Herzliche Grüße, Markus
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For more information, read this post:
https://steemit.com/steemit/@arcange/phishing-site-reported-tpm-rotator
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Ja, dann haben wa's doch =)
Hallo!
Das ist ja ein spannendes Thema!
Da ich mich sehr für gesellschaftliche Strukturen und Organisationsprinzipien interessiere, möchte ich mich gerne an diesem spannenden Thema beteiligen.
Da ich der Meinung bin, dass noch einiges in unserer Gesellschaft/Welt verbessert werden kann, finde ich es sehr gut, wenn man sich auch mal mit anderen Organisationsstrukturen beschäftigt. Dabei sollte man allerdings kritisch bleiben als auch offen für logische Argumente sein. Denn nur so können wir uns GEMEINSAM neues Wissen oder neue Handlungsalternativen erarbeiten.
Ich bin ebenso der Meinung, dass man als einzelner Mensch mehr Mitgestaltungsrechte bzw. -Möglichkeiten haben sollte, aber ich habe für mich persönlich bis jetzt noch kein perfektes System entdeckt. (Was natürlich nicht heißt, dass man kein perfektes System erarbeiten könnte. )
Zum Thema gesellschaftliche Organisationsformen möchte ich nur kurz darauf hinweisen, dass es unterschiedliche Formen von Libertarismus als auch Sozialismus (in Bezug auf die tatsächliche Umsetzung) gibt, welche wiederum eigene Vorteile und Nachteile mit sich bringen. Deshalb ist es schwierig, alles in einen Topf zu schmeißen (bezogen auf die eine oder auf die andere Seite). Allerdings geht es hier ja nicht um die unterschiedlichen Formen dieser Anschauungen, weshalb ich dies nur kurz ansprechen möchte.
So wie ich das verstanden habe, geht es hier vor allem um die 2 Punkte: Nichtaggressionsprinzip und Selbsteigentum.
In diesem Zusammenhang möchte ich mich gerne kritisch mit dem Punkt "Nichtaggressionsprinzip" auseinandersetzen.
Niemand hat das Recht (bzw. niemand sollte das Recht haben) Gewalt über andere auszuüben.
Das klingt eigentlich sehr gut. Aber wie sieht das jetzt mit der Umsetzung aus?
Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin nicht der Ansicht, dass das Ausüben von Gewalt positiv ist. Ich möchte mir das nur besser vorstellen können, wie man das umsetzen kann, da man hier auf einige Probleme stoßen kann. Umso besser ist es, wenn wir hier gemeinsam eine praktisch umsetzbare Lösung erarbeiten könnten.
Aber jetzt zurück zum Thema.
Als Beispiel: Wenn Person A Person B etwas wegnimmt (unrechtmäßig) oder Gewalt antut (Person A schlägt Person B), dann verstößt Person A gegen das Nichtaggressionsprinzip und auch gegen das Recht des Selbsteigentums.
Wie sollte ein Libertarist mit Person A umgehen? Welche möglichen Sanktionen würden hier greifen? Also wie halte ich Personen davon ab, gegen diese Prinzipien zu verstoßen?
Da mir hier leider im ersten Moment recht wenig einfällt (ohne selbst gegen das Nichtaggressionsprinzip zu verstoßen), würde ich mich sehr über Ideen, Vorschläge und Erklärungen freuen, damit ich mir das besser vorstellen kann. Es ist ja nie schlecht etwas zu verbessern. ;)
Also wie kann man hier Sanktionen einführen ohne selbst Gewalt oder Zwang auszuüben oder eine eigene Institution mit solchen "Sonderrechten" (Gewalt/Zwang) ins Leben zu rufen?
Leider bin ich gerade eben auf dieses spannende Thema gestoßen und konnte mich aus diversen Gründen nicht mit den Buchempfehlungen beschäftigen. Ich habe leider im Moment sehr wenig Zeit und eine lange Bücherliste zu unterschiedlichsten Themen, welche ich ebenso noch durcharbeiten möchte.
Umso mehr würde ich mich auf eure Handlungsvorschläge freuen, wie man mit dem oben genannten Problemen (Beispiel Person A und Person B) umgehen würde/könnte.
LG eure Chaotin
Hallo Chaotin,
Danke für deinen langen und sachlichen Kommentar.
Im Libertarismus gäbe es in der Praxis mehrere gesellschaftliche Strukturen, die nebeneinander friedlich koexistieren.
Du schließt dich einfach mit denen zusammen, die gleiche Ziele haben wie du, trittst einem Verein bei oder machst einfach dein eigenes Ding wenn du niemanden findest, der sich für die gleiche Sache motivieren kann.
Und die Leute, mit denen du nicht einer Meinung bist oder die andere Ziele verfolgen tangieren dich dann ja nicht.
Die können dich nicht zwingen bei ihren Sachen mitzumachen und du kannst niemanden zwingen bei deinen Sachen mitzumachen.
Dadurch dass es keine Steuern mehr geben würde, hast du natürlich viel mehr Geld zur Verfügung, welches du für Dinge und Dienstleistungen ausgeben kannst, die heute vom Staat durch Steuergelder bezahlt werden.
Durch simple Marktlogik und empirische Daten lässt sich schließen, dass alle Dienstleistungen besser und günstiger werden würden, wenn das staatliche Monopol wegfallen würde.
Der Staat gibt momentan monatlich 50€ pro Kopf für Sicherheit aus.
Ohne Staat würde es dann zwar kein Monopol für Sicherheit (Polizei) mehr geben, dafür aber mehrere (polizeiähnliche) Sicherheitsunternehmen, die alle in Konkurrenz stehen und daher eine gute Leistung für einen guten Preis anbieten müssen, um Kunden zu gewinnen. Ist der Kunde mit der Leistung nicht zufrieden, dann kann er einfach den Anbieter wechseln. Mit der Zeit würden dann die Anbieter pleite gehen, die eine schlechte Dienstleistung anbieten und nur noch die Anbieter mit der besten Leistung am Markt bestehen bleiben.
Die Möglichkeit eines Anbieterwechsels gibt es bei einem staatlichen Monopol nicht. Es gibt keine Konkurrenz und somit auch keine Motivation eine gute Leistung abzuliefern. Der Steuerzahler muss es ja sowieso finanzieren, egal wie schlecht die Leistung und wie hoch der Preis ist.
Du kannst also entweder einen Vertrag mit einem Sicherheitsunternehmen abschließen, welches dich dann beschützt, oder wenn du der Meinung bist, dass du dich selber verteidigen kannst, dann kannst du dies natürlich auch tun. Es kann dich niemand dazu zwingen einen Vertrag abzuschließen.
Selbstverteidigung (Notwehr) ist laut dem Nichtaggressionsprinzip legitim.
Du hast jederzeit das Recht dein Eigentum, wozu auch dein Körper gehört, zu verteidigen.
Sollte dir jemand etwas unrechtmäßig wegnehmen, dann kannst du ihn verklagen.
Auch bei Gerichten würde es wieder kein staatliches Monopol geben, sondern unabhängige Schiedsgerichte, die zueinander in Konkurrenz stehen. Laut Marktlogik setzen sich auch hier am Ende die Gerichte mit den fairsten Urteilen durch.
Ich hoffe ich konnte deine Fragen damit beantworten.
Es ist leider schwer solche Fragen in kurzen Sätzen so verständlich zu beantworten, dass sie auch jemand versteht, der sich noch nie mit dem Libertarismus auseinandergesetzt hat.
Ich werde hier in den nächsten Tagen einen Beitrag darüber schreiben, wie und warum eine Privatrechtsgesellschaft in der Praxis funktioniert.
Herzlichen Dank für deine Antwort!
Ich weiß, es ist schwer solche Fragen/Themen kurz zu beantworten und freue mich umso mehr über deine Antwort!
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann geht es nicht darum Zwangs- und Kontrollmechanismen / Zwangs- und Kontrollinstitutionen an sich aufzulösen und abzuschaffen, sondern diese auf mehrere Stellen/Positionen aufzuteilen.
Habe ich dich da richtig verstanden?
Denn meiner Ansicht nach kommt man da einfach nicht drum herum bzw. habe ich hierfür noch keine alternative Lösung gefunden, welche man auch praktisch umsetzen kann, wie man ohne Zwang/Gewalt (nicht im Sinne physischer Gewalt!) eine bestimmte Ordnung aufrecht erhalten kann.
Interessant finde ich aber die Idee, das Ganze nochmal aufzuteilen und eben nicht ein Monopol zu schaffen. Das ist eine interessante Idee.
Allerdings ist das Ganze wieder schwierig, wenn man großräumig organisieren versucht.
Sinnvoll wäre es demnach wieder kleinere Strukturen zu bilden und diese mit größeren Strukturen zu verbinden. Aber auch das klingt gut, ist in der Umsetzung aber auch wieder mit Hürden verbunden, welche es zu lösen gilt.
Verständlich ausgedrückt:
Wenn Beispielseise die Mitglieder eines Dorfes ihre eigenen Regeln aufstellen können und diese in ihrem eigenen kleinräumigen Organisationsstrukturen lösen können, ist das ja super, wenn das für alle Dorfbewohner funktioniert. Wenn die Ideen und Handhabungen für alle im Dorf A passt, dann kann es doch denen im Dorf B egal sein, welche Ideen und Handlungen im Dorf A praktiziert werden, solange Dorf B nicht darunter leidet. (Es soll ja kein Zwang zum Mitmachen herrschen.)
Was ist aber, wenn Dorf A etwas einführen/verändern will, was auch Dorf B betrifft, Dorf B das so aber nicht möchte. Dann kann Dorf A das Dorf B ja auch nicht einfach so zu einer Handlung zwingen.
So würde es im Libertarismus verschiedene übergeordnete Stellen geben, welche mit der Lösung dieses Problems beauftragt sind bzw. beauftragt werden können. (Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.)
Aber wer entscheidet dann, zu welcher übergeordneten Stelle (es gibt ja viele Stellen und nicht eine zentrale Stelle) Dorf A und Dorf B gehen sollen? Wer entscheidet dann, was bei Dorf A und Dorf B geschieht? Darf das Dorf A den "Gerichtshof A" beauftragen, in dem Wissen, dass Gerichthof A oftmals zu gunsten von Dorf A entschieden hat. Darf Dorf B entscheiden, dass Gerichthhof A nicht ideal ist, da Gerichthof B eher die Anliegen von Dorf B versteht?
Muss dieser Entscheidungsträger dann Teil von Dorf A sein oder von Dorf B? Oder darf man weder bei Dorf A sein noch bei Dorf B? Und wenn man nicht teil von Dorf A oder Teil von Dorf B ist, kann man dann für diese Dörfer überhaupt Entscheidungen treffen?
Ich weiß, dass klingt jetzt wieder etwas kompliziert, aber ich finde es schön, wenn wir einfach unterschiedliche Aspekte / Probleme betrachten. Denn nur wenn wir uns mit den Ecken und Kanten eines Themas beschäftigen, können wir gemeinsam daran arbeiten, diese Ecken wegzufeilen, damit das eine runde umsetzbare Sache wird. ;)
Ich bin also nicht grundsätzlich dagegen, würde mich aber gerne mit diesem Thema in einer konstruktiven Diskussionsrunde auseinander setzen. Vielleicht schaffen wir es ja viele unterschiedliche Aspekte zu beleuchten und Lösungen für mögliche Probleme zu finden. Oder vielleicht stehe ich ja immer noch auf der Leitung und würde mich freuen, wenn mir das Jemand verdeutlichen und erklären könnte. (Aber bitte sachlich und konstruktiv wie beispielsweise die Antwort von @checkm8 . An dieser Stelle nochmal Danke für deine Antwort) :)
Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit kleinräumigen Systemen und bin auch der Ansicht, dass Belohnung besser als Zwang ist.
Bei der Frage "Wie sollte ein Gesellschaft/Gemeinschaft strukturiert werden", stoße ich immer wieder auf das Grundproblem : Wer darf über wen entscheiden und wie setzt man das dann tatsächlich um (Vor allem so, dass alle damit zufrieden sind)?
Auch beim Libertarismus zeigt sich meiner Ansicht nach das gleiche Problem: Wer darf wie über was entscheiden? Nur weil es mehrere Anlaufstellen gibt, heißt das ja nicht automatisch, dass diese vielen Stellen ein bestimmtes Problem besser lösen können, als eine zentrale Anlaufstelle. Es hat halt beides seine Vor- und Nachteile.
Vielleicht stellen wir aber auch einfach nur die falschen Fragen.
Vielleicht liegt unser Hauptproblem gar nicht an der Frage ob Probleme zentral oder dezentral gelöst werden sollen.
Vielleicht liegt die Lösung in der Frage: Wie geht man mit Problemen um? Kann man dezentrale mit zentralen Lösungswegen verbinden oder schließt sich das automatisch aus? Gibt es vielleicht einen Lösungsweg, den wir bis jetzt noch gar nicht wahrgenommen haben?
Und wie gesagt, ich bin kein Anhänger einer bestimmten Ideologie oder politischen Form. Meiner Ansicht nach können alle Ideologien und politischen Formen verbessert werden. Aber die Verbesserung liegt doch an uns und wir als mündige Menschen können und sollen uns kritisch mit vielen Themen befassen.
Und in diesem Sinne hoffe ich auf eine rege Diskussion und viele Lösungsvorschläge! Es ist ja einfach ein Problem zu sehen und sich darauf zu einigen, dass es ein Problem gibt. Schwieriger ist es aber eine gemeinsame Lösung zu finden, welche alle zufrieden stellt.
(Und PS.: Ich habe auch noch keine perfekte Lösung gefunden und freue mich umso mehr auf eure Perspektiven und Antworten!)
LG eure Chaotin
Zwang gibt es im Libertarismus, insbesondere in einer Privatrechtsgesellschaft, gar nicht mehr. Niemand darf dich zu irgendetwas zwingen.
Kontrollinstitutionen, Regeln und Autoritäten würde es trotzdem geben. Diese resultieren jedoch nicht aus Gewalt und Zwang, sondern aus freiwilliger Interaktion und Verträgen.
Wenn du zum Beispiel ganz abgelegen alleine in einem Haus wohnst, dann kannst du dort im Prinzip machen was du willst, solange du damit niemandem schadest.
Möchtest du allerdings zusammen mit Freunden Gemeinschaftseigentum kaufen, dann solltet ihr euch vorher darauf einigen was mit dem Eigentum gemacht werden soll und welche Regeln es dort geben soll, damit es später nicht zu Konflikten kommt.
Wenn du in eine Mietwohnung ziehen willst, dann werden dort die Regeln im Mietvertrag stehen. Wenn dort im Mietvertrag steht, dass laute Musik nach 22 Uhr nicht mehr erlaubt ist, dann musst du dich natürlich auch daran halten.
Es zwingt dich aber keiner dazu diesen Mietvertrag zu unterschreiben.
Wenn du also gerne nachts laute Musik hören möchtest, dann müsstest du in eine Gegend ziehen, in der sich die Bewohner darauf geeinigt haben, dass dies erlaubt ist. Dann musst du aber natürlich auch damit leben, dass deine Nachbarn dies auch dürfen.
Alle Regeln, denen du dich unterwirfst, müssen von dir freiwillig akzeptiert werden.
Wie abhängig oder unabhängig du dich von anderen machen möchtest, entscheidest allein du für dich selber.
Wenn jemand gegen eine Regel verstößt, der er selber zugestimmt hat, dann muss er sich selbstverständlich auch daran halten. Welche Konsequenzen ein Vertragsbruch nach sich zieht, kann im Vertrag natürlich auch festgelegt werden.
So könnte beispielsweise ein Bußgeld festgelegt werden, das bei einmaligem Verstoß an die Nachbarn gezahlt werden muss, wenn gegen die Regel mit der lauten Musik verstoßen wird. Bei mehrfachen Verstößen könnte es dann härtere Konsequenzen geben.
Falls sich der Vertragsbrüchige weigert zu bezahlen, dann könnte man sich an einen neutralen Richter wenden, der auch vorher im Vertrag bestimmt werden kann.
Diesem würde man dann den Vertrag und die Beweise vorlegen, damit er anhand dessen ein Urteil fällen kann.
Im Prinzip lässt sich alles durch freiwillige Verträge lösen.
Ich bin grundsätzlich für jede Diskussion offen. Das sind eigentlich die meisten Libertaristen.
Allerdings halte ich es für ziemlich umständlich eine Diskussion in schriftlicher Form zu führen. Vielleicht hast du ja mal Zeit und Lust im Discord zu sprechen.
Ich bin hier auf Steemit noch relativ neu und habe noch nicht sehr viele Follower.
Sobald es sich lohnen wird, werde ich einen deutschen libertären Discord Server gründen, in dem sich zum einen Libertäre austauschen können, aber auch nicht-libertäre herzlich eingeladen sind, um mit uns zu diskutieren.
Ich würde auch mal gerne öffentlich mit Sozialisten, Marxisten oder Linksradikalen diskutieren und diese Diskussion dann veröffentlichen. Bisher hat sich da aber leider noch keiner getraut.
Gerne können wir uns einmal näher im Discord unterhalten. Wann genau ist halt schwierig zu sagen, da ich meist zeitlich sehr eingeteilt bin. Ich komme aber gerne irgendwann einmal darauf zurück. Danke!
Ich finde deine Art zu schreiben und zu erklären sehr angenehm und würde mich auch über weiteren Input und Austausch freuen. :)
In der Regel lese ich lieber als selbst zu kommentieren, aber wenn ich auf interessante Themen stoße und doch einmal mehr Zeit habe, dann beteilige ich mich doch auch wieder gerne an interessanten Themen.
Die Idee eine Gesellschaft ohne Zwang zu strukturieren finde ich sehr spannend und lobenswert.
Leider gibt es halt auch immer wieder Menschen, welche nicht unbedingt mit logischen Argumenten/Aspekten der Fairness zur Vernunft gebracht werden können.
So wäre es der Idealfall, wenn man sich im vorhinein auf gemeinsame Regelungen und Konsequenzen einigen könnte und dies auch eingehalten wird.
Leider funktioniert das nicht immer reibungslos und dann bleibt auch wieder die Frage offen: Wer entscheidet dann wie über was?
Vor allem wenn Konflikte auftreten, welche vorher nicht absehbar waren, wird das Recht haben und Recht geben oft schwierig.
Aber wie gesagt, ich habe hierzu für mich auch noch keine perfekte Lösung gefunden.
Das war es jetzt einmal mit meinen Kommentaren.
Ich danke dir für deinen Beitrag und deine Antworten!
Jetzt bin ich wieder einige Zeit beschäftigt, um mir das Ganze mal durch den Kopf gehen zu lassen. Danke! :)
Diese Aussage finde ich sehr gut, jedoch sehe ich darin ein kleines Problem, welches sich durch unsere moderne Gesellschaft entwickelt hat.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Thema Energie:
Eine Region, bestehend aus den Dörfern A-G hat einen bestimmten Energiebededarf, welcher sich durch einen Staudamm leicht und kosteneffizient decken ließe, jedoch wird das Dorf B dabei überschwemmt. In diesem Dorf sind alle bereit umzusiedeln, da man ihnen ein lukratives Angebot gemacht hat, mit der Ausnahme von 1 Person. Diese besteht auf ihren gewohnten Lebensraum und jegliche Belohnung zum Umzug wird von dieser nicht angenommen.
Wie würde die Lösung für dieses Problem aussehen, ohne dieser Person einen Zwang auferlegen zu müssen?
Ansonsten bin voll und ganz deiner Meinung!
In dem Beispiel würde der Staudamm dann tatsächlich wegen dieser einen Person nicht gebaut werden dürfen.
In der Praxis würde man dann dieser Person wahrscheinlich noch mehr Geld anbieten, bis er dann irgendwann auf das Angebot eingeht, oder man müsste sich eine Alternativlösung einfallen lassen, bei der das Grundstück des Querulanten nicht beeinträchtigt wird.
Die Frage ist bei solchen fiktiven Szenarien natürlich immer, wie realistisch so eine Situation im echten Leben wäre.
Es gibt ja auch immer einen gewissen gesellschaftlichen Druck.
Wenn man in einem Dorf wirklich der einzige ist, der sich quer stellt, dann macht man sich bei den restlichen Dorfbewohnern unbeliebt und wird ggf. ausgegrenzt.
Dann ist halt die Frage ob derjenige dann nicht doch irgendwann nachgibt, die Kohle einsackt und irgendwo ein neues Leben beginnt oder dort bis zum Lebensende weiterleben will.
Menschen die ein betimmtes Bewusstsein erreichen kooperieren miteinander da sie erkennen das es notwendig ist. Dazu braucht es keine Verträge (Vertrag kommt von vertragen). Gemeinsam nehmen sie den Raum ein den sie zum Leben brauchen, siehe sämtliche Naturverbundene Völker.
Welcher Grashalm kommt auf die Idee bevor er zu wachsen beginnt "Muss ich mir erstmal ein Grundstück kaufen oder eine Genehmigung einholen oder Miete zahlen wenn ich hier wachsen will?" Geld ist nur eine Illusion. Eigentum ist nur eine Illusion, der Körper den wir benutzen ist nur geliehen und wird eines Tages wieder Teil des Ganzen.
Dazu möchte ich euch noch einen Spielfilm namens "Der grüne Planet" vorstellen:
https://vimeo.com/170578759
Schöne Grüße, Martin
Ich will dich hier nicht widerlegen, denn ich fände es sehr gut, wenn Libertarismus in seiner Reinform umgesetzt werden könnte.
Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings, dass diese eine Person alle anderen zu Energiesparmaßnahemn zwingen würde.
Ich habe dieses Beispiel hier extra deswegen gewählt, da meiner Familie in der Vergangenheit genau dadurch ein schwerer Schicksalsschlag widerfahren ist, welcher Auswirkungen bis in meine Generation hat.
Es war folgendes Szenario, nur kurz zusammengefasst:
Um 1900 besaß meine Familie noch einen Hof mit viel Grund und Boden. Dieser befand sich im Wiestal bei Hallein.
Jedoch wurde seitens der Landesregierung beschlossen einen Staudamm zu bauen um den wachsenden Energiebedarf der Region zu decken.
Es wurden allen dort lebenden Menschen sehr hohe Geldsummen angeboten. Unter anderem auch einer meiner Vorfahrinnen (Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter soweit ich weiß).
Diese war schon sehr alt und wollte ihre Heimat nicht verlassen, da sie sich nicht vorstellen konnte in ein Heim zu kommen, es hätte sie förmlich umgebracht, so zumindest laut Ahnenforschung meines Großonkels.
Man bot ihr immer mehr Geld und der soziale Druck wurde immer größer, da die umliegenden Bewohner bereits das Geld angenommen haben und weggezogen sind.
Inzwischen wurde auch schon angefangen die Staumauer am Nehemaligen Nachbarsgrundstück zu bauen, da man wusste, sie müsse nachgeben oder man würde abwarten müssen, bis sie natürlichen Todes weicht.
Nachdem der ihr soziale Druck als Querulantin von allen Seiten zu groß war, nahm sie das Geld, warf es in den Ofen zum Verbrennen und beging Selbstmord, indem sie sich von der Staumauer stürzte.
Seit dem ist meine Familie arm (zumindest nicht mehr so wohlhabend) und verstreut.
Auch am Beispiel von Echnaton und Nofretete im alten Ägypten kann man sehen, dass es nicht leicht ist Libertarismus in Regierungsformen einzubinden.
Das beste Beispiel aus der heutigen Zeit ist das Königshaus in Bhutan, welches auch sehr Libertäre Anschauungen hat.
Meiner Meinung nach bestätigen Ausnahmen immer die Regel, daher kann Libertarismus in Reinform nicht umgesetzt werden, auch wenn dies sehr wünschenswert wäre.
Wir leben in einem Zeitalter der Extreme und daher werden die Ausnahmen immer mehr, schon fast zur Regel.
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STOPKann man nicht, da sich hier genau wie im Rest der Gesellschaft politische Gruppen trennen anstatt zusammenzukommen.
Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ist nicht die Libertarismusbewegung in den Stuben einer gutsituierten Mittelschicht entstanden und hat dort nach wie vor noch ihre größte Anhängerschaft? Also bei Leuten, die durchaus Macht über andere Menschen haben und hatten? Wenn nicht, warum muß ich mich dann auf dieser Plattform beleidigen lassen? In dieser Gedankenwelt denkt doch jeder nur an sich.
Privatfirmen behalten Patente ein, sorgen unzureichend für Infrastruktur (Stichwort schnelles Internet, Stichwort Paketzustellung, Stichwort Gütertransport), drücken Personalkosten und kaufen sich aus gesellschaftlichen Forderungen wie Inklusion frei. Desweiteren greifen sie in unsere Ernährung, Gesundheit und die Behandlung von Kranken ein.
Der soziale Ausgleich durch eine lokale Gesellschaft wird aber bei heutigen Gemeindestrukturen nicht gewährleistet, auch weil der auch wieder vielen einen zu "sozialdemokratisch-linken Touch" hat. Was bleibt, ist Vitamin B, das für einige funktioniert und für viele andere nicht.
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